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Forschungsprojekte

Forschungsprojekte

Die Aufgabe von Lola ya Bonobo ist der Schutz und das Wohlbefinden der Bonobos. Wissenschaftler können eine wichtige Rolle dabei übernehmen, uns diesen beiden Ziele näher zu bringen. Denn man schützt, was man respektiert, und man respektiert nur das, was man auch kennt. Wissenschaftler können uns helfen, mehr über das geheime Leben der Bonobos in Erfahrung zu bringen, und dieses Mehr an Wissen kann dazu verwendet werden, bei den verschiedensten Menschen noch mehr Interesse für Bonobos zu erwecken. Mit jedem neuen, faszinierenden Detail aus dem Leben der Bonobos, das die behutsame Beobachtung durch aufmerksame Wissenschaftler ans Licht bringt, wird der Wunsch der Menschen wachsen, die Bonobos zu schützen.

 

Lola ya Bonobo heißt Wissenschaftler willkommen, denn ihre Forschungsergebnisse liefern unserer Bildungsarbeit neue Instrumente, mit denen die Herzen und Sinne künftiger Bonobofreunde erobert werden können.

In Anbetracht der Vielzahl der Forschungsinteressen an Lola ya Bonobo haben wir ein Antragsverfahren eingeführt, um zu gewährleisten, dass bei größtmöglicher Ergebnisorientiertheit die regelmäßigen Abläufe in Lola ya Bonobo so wenig wie möglich verändert oder gestört werden.

Vor jedem Forschungsprojekt in Lola ya Bonobo bitten wir Sie, einen Antrag zu stellen, den wir jeweils am Quartalsbeginn entgegennehmen können, und zwar Mitte Januar, April, Juli und Oktober. Dieses Antragsverfahren ermöglicht es uns, die zeitlichen Abläufe unterschiedlicher Forschungsvorhaben zu koordinieren. Wir erhalten viele Anfragen von Studenten und Wissenschaftlern. Das Antragsverfahren kann gewährleisten, dass sowohl die Forscher, die uns besuchen, bestmögliche Arbeitsbedingungen vorfinden, als auch dass ihre Forschungen den Alltag im Reservat ergänzen und weder mit Lola ya Bonobo noch mit anderen Forschungsprojekten Interessenkonflikte entstehen.

Interessenten an Forschungsprojekten für Lola ya Bonobo bitten wir, das ausgefüllte Antragsformular an den Forschungskoordinator Dr Brian Hare zu schicken, b.hare@duke.edu

Studenten ersuchen bitte immer zunächst ihren Projektleiter um Kontaktaufnahme!

Ass. Prof. Dr Brian Hare, Duke University, Durham, N. C. (USA): Verhaltensforschung bei Bonobos, Gefühls- und Verständnisäußerung im Vergleich mit Schimpansen und Menschen

Prof. Dr. Svante Pääbo, Direktor am Max Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie (Leipzig): Bonobo- und Humangenetik

Prof. Richard W. Wrangham, Harvard University, Department of Anthropology, Cambridge/Mass. (USA): Verhaltensforschung bei Bonobos, Gefühls- und Verständnisäußerung im Vergleich mit Schimpansen und Menschen

Prof. Klaus Zuberbühler, School of Psychology, University of St Andrews (Schottland):
Kommunikation bei Bonobos im Vergleich mit anderen Primaten

 

Studenten, die an der Mitarbeit an einem dieser Projekte interessiert sind, nehmen bitte mit Brian Hare Kontakt auf!

 

Aktuelle Publikationen

Andre, C., Kamate, C., Mabonzo, P., Morel, D., Hare, B.: The conservation value of Lola ya Bonobo Sanctuary Download

Hare, B., Melis, A., Woods, V., Hastings, S., Wrangham, R. (2007)
'Tolerance allows bonobos to outperform chimpanzees in a cooperative task.' Current Biology 17 : 619-623. Download

Pika, S. & Zuberbühler, K. (2007). 'Social games between bonobos and humans: Evidence for shared intentionality?'
American Journal of Primatology, 69: 1-9. Download

Halbwax, M., Mahamba, C., Ngalula, A., André, C. (2009) 'Placental retention in a bonobo (Pan paniscus)' Journal of Medical Primatology 38(3):171 - 174 Download